Rumänien
Fläche: 238.400 km²
Einwohner: 21,3 Mio
Bevölkerungsdichte: 90 Einwohner/km²
Hauptstadt: Bukarest
Wirtschaftszentren: Bukarest, Timisoara, Cluj-Napoca, Sibiu, Brasov
BIP pro Kopf: 5.381 (2009)
Währung: Lei ( 1€ = 4,3 Lei)
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Rumänien Teil des Warschauer Paktes. Mit dem Sturz des
damaligen rumänischen Staatspräsidenten Nicolae Ceauşescu wurde das sozialistische System beendet
und im Jahr 1990 wurden die ersten Wahlen nach westlichem Vorbild eingeleitet.
Seit April 2004 ist das Land Mitglied der NATO und seit 1. Januar 2007 Mitglied der Europäischen Union. Das
Land grenzt im Süden an Bulgarien, im Südwesten an Serbien, im Nordwesten an Ungarn, im Norden an die
Ukraine, im Nordosten an Moldawien sowie im Osten an das Schwarze Meer und weist damit einen langen
Grenzabschnitt gegenüber Nicht EU-Mitgliedstaaten auf.
Landschaftlich geprägt wird das Land von den Karpaten, der Donau, zahlreichen Fluss- und Tallandschaften
sowie der Lage am Schwarzen Meer. Rumänien ist das siebtgrößtes Land der Europäischen Union. Etwa
55% der Bevölkerung leben in Städten, in Rumänien gibt es – neben der Hauptstadt Bucureşti/ Bukarest mit
1,9 Mio. Einwohnern – zahlreiche Großstädte mit Einwohnerzahlen über 100.000.
Trotz der Wirtschaftskrise ist Rumänien aufgrund seines hohen Entwicklungsbedarfs nach wie vor ein Land mit
starkem Wirtschafts- und Bevölkerungspotential. Im Vergleich mit den anderen Ländern Südosteuropas konnte
Rumänien in den letzten Jahren das größte Wirtschaftswachstum verzeichnen (Baden-Württemberg International).
Lage und Bevölkerungsvorteile
Die geographische Lage Rumäniens ist sehr attraktiv. Rumänien liegt im
südöstlichen Teil von Europa, zwischen
dem Mittleren Osten und Asien,
mit direkter Anbindung an das Schwarze Meer. Das Land belegt eine
Gesamtäche
von 238.400 km². Die Bevölkerung von etwa 22 Mio.
Menschen stellt den zweitgrößten Markt Europas dar.
Die Hauptstadt und sechstgrößte Stadt in der Europäischen Union ist Bukarest mit 1,9 Mio. Einwohnern.
Timisoara zählt etwa 334.200 Einwohner. In ihr leben 21 Völkergruppen und 17 verschiedenen Religionen. Die
Arbeitslosenquote liegt bei ca. 1,5 % (Quelle: Deutsches Generalkonsulat Timisoara, Stand 3. Quartal 2007).
Timisoara gilt als die Großstadt in Europa mit der niedrigsten Arbeitslosenquote.
Viele deutsche Firmen sind hier ansässig, zum Beispiel: Continental, Siemens, die Firma Linde produziert dort
technische Gase, und ein Teil der BMW und Audi Kabelbäume werden in Timisoara durch die Firma Dräxelmaier
produziert. Die US-Firma Solectron und Procter & Gamble und Nestlé sind neben anderen Unternehmen hier ansässig.
Am Ende des Jahres 2005 wurde die Konstruktion der Iulius-Mall beendet. Mit 210 Einzelläden ist sie das größte
Einkaufscenter im westlichen Rumänien. Der internationale Flughafen Timişoara liegt im Osten der Stadt, einen
kleineren Privatflugplatz findet man im Westen.
Timisoara ist nach Bukarest die zweit größte Stadt in Rumänien und gilt als die wachstumsstärkste Region und das
Tor zum Westen. Sie gilt auf Grund ihrer Lage im Drei-Länder–Eck Ungarn /dem ehemaligen Jugoslawien /Rumänien
als die Stadt mit dem westlichsten Charakter und Schnittpunkt zwischen Ost- und Westeuropa. Der Bau der Autobahn
welche im Herbst 2011 fertig gestellt wurden, bindet Timisoara endgültig in den Westen ein und wird somit zu einem
zentralen Punkt in der EU.
Am1. Januar 2007 trat Rumänien der Europäischen Union bei und wurde dadurch zu einem aussichtsreichen Ziel
für internationale Investitionen.
BIP Verlauf Rumänien 2000-2008
2000: 2,4%
2001: 5,7%
2002: 5,1%
2003: 5,2%
2004: 8,5%
2005: 4,2%
2006: 7,9%
2007: 6,3%
2008: 6,2%
Quelle: Das Internetportal der Europäischen Union
der private Konsum, ebenso die Investitionen und der Export. Durch die Vergabe von Bankkrediten tendiert eine
steigende Anzahl der Bevölkerung zum Kauf einer Immobilie. Der Bedarf an gewerblichen Flächen steigt stetig-
dies stellt eine solide Basis für internationale Immobilieninvestitionen dar.
In den vergangenen Jahren sind die Löhne und Gehälter in Rumänien stark gestiegen. Der durchschnittliche
Verdienst betrug im Jahr 2008 rund 420 € im Monat. Der gesetzliche Mindestlohn für Vollzeitstellen liegt im Jahr
2009 bei 600 Lei (knapp 140 €) im Monat; darüber hinaus gibt es Kollektivverträge für verschiedene Branchen.
Viele Westeuropäer sind allerdings von Unternehmen oder Regierungen nach Rumänien entsandt und ver-
dienen nach den Konditionen ihres Heimatlandes.
Durchschnittliche Verdienste von Beschäftigten in Rumänien
Geschäftsführung einer größeren Niederlassung
3.000-7.000 €
Vertriebsleitung
3.000-3.000 €
Ingenieur
800-1.200 €
Programmierer
1.200-1.800 €
Buchhalter
600-1.500 €
Sekretärin mit Fremdsprachen
800- 1.200 €
Facharbeiter
300- 500 €
Kraftfahrer
300- 500 €
Quelle: Bundesagentur für Außenwirtschaft, 2008
und Finanzkrise getroffen. Im Jahr 2010 wird aber wieder mit einem leichten Positivwachstum (1 bis 1,5 %)
gerechnet, gefolgt von einem erstarkenden Wirtschaftswachstum im Jahr 2011.
Quelle: Auswärtiges Amt, Stand: März 2010
Wachstumsmärkte sind eine große Chance für Investitionen, da weitreichende Entwicklungsmöglichkeiten
bestehen.
Immobilienmarkt
Zur Zeit des Kommunismus befanden sich alle Grundstücke in staatlichem Besitz..Nach dem Umbruch
1989 und der Erlassung von verschiedenen Immobiliengesetzen ist ein enormes Potential vorhanden.
Die Immobilienbranche gehört in den letzten Jahren zu den am stärksten aufstrebenden Sektoren
der
rumänischen Wirtschaft. Die Nachfrage nach qualitativ hochwertigem Wohn- und
Gewerbeimmobilien ist bei
weitem größer als das Angebot. Daraus resultieren die herausragenden Preisdynamiken der letzten 5 Jahre
(Immobilien- und Grundstückspreise haben sich in diesem Zeitraum mindestens verdoppelt, teilweise sogar
verdreifacht). In Gebieten wie beispielswise Timisoara und Bukarest liegt laut der rumänischen Behörden ein
Mangel von ca. 200.000 Wohneinheiten vor.
In
den Medien wird über Rumänien als Europas Top-Investitionsmöglichkeit
positiv berichtet. Trotz des
aktuellen Wirtschaftsabschwungs vieler
anderer Länder und der Weltfinanzkrise, erfuhr das Land seit dem
EU-Beitritt einen starken Anstieg der Immobilienpreise. Im Jahr 2008
wird mit einem Anstieg der Immobilien-
preise zwischen 15% bis 25%
gerechnet.
Trotz des akuten Preisanstieges bleibt Rumänien im Vergleich zu anderen osteuropäischen Immobilien-
märkten unter dem allgemeinen Preisniveau.
Auf Grund des gestiegenen Lebenstandarts und der flexiblen Finanzierungsangebote entstand eine hohe
Nachfrage nach Wohneigentum. Ebenso trägt die Verbesserungder Infrastruktur und die geographische Lage
zu dem Aufschwung des Immobilienmarktes bei.
Das Baugenehmigungsverfahren ist in Rumänien schnell und unkompliziert
"Rumänien belegt Platz 81 von 181, da der Erhalt jeder erforderlichen Genehmigung durchschnittlich bis zu 30
Tagen dauert."
Quelle: „Ease of Doing Business Rank 2008“
Der Hypothekenmarkt in Rumänien weist durch den Wachstum des Eigentummarktes auf einen deutlichen
Reifeprozess hin.Nach Prognosen wird Rumänien, bezüglich Zentral- und Osteuropa mit Zuwachsraten am
Hypothekenmarkt von jährlich ca. 25-30% die höchste Wachstumsrate haben.
"Am 15. Januar 2009 genehmigte die Nationalbank von Rumänien eine neue Verordnung zur Stärkung des
aufsichtsrechtlichen Rahmens, und zur Verbesserung des Risikomanagements in Bezug auf die Haushaltskredite
inmitten der anhaltenden globalen Krise auf den weltweiten Finanzmärkten. Die neue Verordnung soll die Abfall-
quote der globalen Krise auf die inländische Wirtschaft begrenzen, so hätten die Kreditgeber die Möglichkeit eine
höhere Verschuldung für die Kreditnehmer zu berechnen, die hochwertige Immobilienanlagen als Sicherheiten
für ihre Kredite hätten. Dadurch wird die Dynamik des Immobilienmarktes, trotz der Auswirkungen der weltweiten
Finanzkrise, sichergestellt."
Quelle : National Bank of Romania -Pressemitteilung, 15.1.2009
Internationale Direktinvestitionen
Durch die rapide Öffnung der Wirtschaft und die EU-Erweiterung wurde Rumänien einwichtiger Standort für
internationale Direktinvestitionen (FDI).
Auslandsinvestitionen in Rumänien (in Millionen €)
Jahr Jahreszuwachs Gesamt (Saldo)
2002 7.482
2003 1.946 9.662
2004 5.183 15.040
2005 5.213 21.885
2006 9.059 34.512
2007 7.250 42.770
2008 7.194
Quelle: Nationalinstitut für Statistik und Nationalbank Rumänien

Der große Binnenmarkt, reichhaltige natürliche Ressourcen, eine geringe Steuerabgabe vom Gewinn,
zahlreiche Abkommenzur Vermeidung der Doppelbesteuerung, politische Vorteile wie die NATO und die EU-
Mitgliedschaft und die geographische Lage am paneuropäischen Verkehrskorridor bieten weitere positive
Aspekte für internationale Direktinvestitionen.
"Nach Schätzungen der Vereinten Nationen, schätzen 22% der Experten zum Thema internationale Direkt-
investitionen Rumänien als den attraktivsten Investitionsstandort in Süd-Ost-Europa ein und schaffen starke
Erwartungen für eine positive Entwicklung des Investitionsstroms."
Quelle: United Nations, Prospects for Foreign Direct Investment and the strategies of transnational Corporations, 2005-2008,
New York and Geneva, 2008
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen spielen eine grundlegende Rolle bei der Auswahl eines Landes
als Ziel für internationale Direktinvestitionen.
Nach Studie der World Bank, im Jahr 2007, platzierte sich Rumänien auf Platz 48 von 178 Ländern
welche analysiert wurden und kletterte somit im Gegensatz zum Vorjahr um sieben Plätze weiter nach oben
Quelle: World Bank, Doing Business 2008, www.worldbank.org
